Lebensräume der Selbstbestimmung schaffen

Das Ökoligente Dorf.jpg


„Es erfordert Plätze, auf denen das, was im Geist und der Seele vieler Menschen erwacht, ausgestaltet werden kann und wo der Mensch die Freiheit der Selbstbestimmung hat. Die Globalisierung hat uns Menschen derart entmündigt und ohnmächtig gemacht, dass das Bedürfnis wächst, das alltägliche Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Schau’s dir an. Es geschieht überall, selbst in der arabischen Welt, wo man es lange Zeit für völlig unmöglich erachtete. Da geht es um Selbstbestimmung. Junge Menschen wollen ihre Gesellschaft aktiv gestalten, die vielen Abhängigkeiten überwinden, die Ketten der Entmündigung sprengen. In Jamilanda geht es um die Freiheit, materielle Möglichkeiten zu schaffen, um das, auf das wir im täglichen Leben angewiesen sind, wie Wasser, Nahrung und Kleidung wieder selbst herzustellen, so wie unsere Vorfahren, nur auf einem anderen Level, mit den Möglichkeiten von heute. Besonders unter dem Aspekt, dass diese Güter kein Geld kosten müssen, wenn gemeinschaftlich Sorge getragen wird, dass es vorhanden ist. Den Gründern war kristallklar, dass es klug und natürlich auch viel gesünder ist, sich selbst zu versorgen, weil der Zusammenbruch des Kapitalismus unausweichlich ist. Scheint ja nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Spätestens, wenn der Kollaps kommt, sind wir gezwungen, uns auf das Wesentliche zu besinnen. Dies kann allerdings nur in einer solidarischen Gemeinschaft, in einer kollektiven Nachbarschaft gewährleistet werden. Niemand kann allein für sich existieren. Die Menschen haben die Verantwortung für ihren Alltag an die Großindustrie abgegeben. Es verlangt nach lebendigen Schulen, in denen das elementare Wissen des Daseins wieder erlernt, erprobt und verfeinert wird. Schulen, die sichtbar demonstrieren, wie es sich selbstbestimmt und selbstverwaltet leben lässt, wie für jeden seine Grundbedürfnisse gesichert werden können.“


von Alander, aus Jamilanda – die ökoligente LebensArt

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5 thoughts on “Lebensräume der Selbstbestimmung schaffen

  1. Servus Alander,

    bei mir im „Niederbaurischen“ ist Hopfen und Malz verloren; überall wo ich hingehe und versuche mit den Ansässigen über Reformen zu sprechen, werde ich mit großem Unverständnis und Ablehnung konfrontiert. Auch bereits existierende Gemeinschaften, die sich als Verein mit suboptimaler Satzung installiert haben, werden immer wieder Steine in den Weg gelegt (Veranstaltungsverbote, Konzessionsverweigerungen, etc.).
    Ich fühle mich in „Wartestellung“ ob der Möglichkeiten zum „Verändern“. Es ist müßig und mühsam, den Leuten die wahren Lebenswerte näher zu bringen, da sie so dermaßen „konsumversaut“ sind, dass es schlimmer nicht mehr geht. Dem „Deutschen Michel“ ist einfach nicht mehr zu helfen.
    Ich werde 2021 im Frühjahr zu einer größeren Motorradtour (halbes bis ein Jahr) durch Europa (auch nach Marrokko/Westsahara) und Kleinasien aufbrechen, um mal andere Kulturen und Menschen kennen zu lernen. Vielleicht gibt mir das Kraft und haut mir einen Schalter im Kopf um.

    Der Liste ich im Grunde genommen, nichts mehr hinzuzufügen, die wesentlich wichtigen Punkte sind erfasst.

    Beste Grüße

    Peter

    • Grüß Dich, Peter
      Ja, ich kenne die Situation gut.
      Deshalb: wir müssen die bisher noch wenigen Menschen erreichen, die von sich aus die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Wandels unserer Lebensweise erkannt und eingesehen haben. Solche Menschen gibt es überall. Sie fallen nicht so auf und halten sich an anderen Orten auf, als der mainstream. Sie sind von sich aus, aus ihrem Wesen und ihrer Ansicht heraus für den Wandel motiviert und tun es im Stillen schon für sich und ihre Familien. Diese Menschen gilt es zusammenzubringen, um mit dem Aufbau von WandelOasen zu beginnen. Es werden anfangs oft sehr wenige sein, aber sobald sich die ersten erfreulichen Ergebnisse solche Lebensräume des Wandels zeitigen und sei es nur, einen zauberhaften Platz der Begegnung geschaffen zu haben, keimen schon bald Interesse und Neugier im Umfeld auf und steigt schließlich die Akzeptanz in der Region. Kleine Gruppen von Menschen müssen in Pionierprojekten vorleben, von was die Wandelbewegung spricht, damit die, denen die Vortsellungskraft fehlt, mit ihren Sinnen wahrnehmen können. Sehen und staunen. Anders ist dem Quadratkopf kaum beizukommen, als mit gelebten Argumenten und Fakten.

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