Wüsten grünen lassen


Der Traum, Wüsten zu begrünen,

ist so alt wie die Kulturgeschichte der Menschen. Unzählige Male gingen Menschen, Stämme, Völker auf Wanderschaft, weil aufgrund klimatischer Veränderungen ihr ursprüngliches Siedlungsland zur Ödnis wurde. Reiche Kulturen entstanden dort, wo ein fruchtbares Klima herrschte.
Heutzutage sind wir jedoch keine Opfer solcher Veränderungen mehr, denn wir haben die Möglichkeit, Land fruchtbar zu machen, in Wüsten Oasen, Wälder und neue Siedlungsräume entstehen zu lassen. Der Klimawandel ist im Gange, ob mit oder ohne Zutun des Menschen. Der Mensch beschleunigt ihn durch sein Handeln. Er könnte ihn jedoch auch ausgleichen. Mit seinem ökologischen Wissen, durch Aufforstung dem entgegen zu wirken. Rund um den Erdball gibt es ambitionierte Projekte, in Ländern, die vom Klimawandel unmittelbar betroffen sind, der Verarmung ihres Landes umzukehren.
Die Wiederbegrünung von Ödland und Wüsten hat aber auch hinsichtlich großer Flüchtlingsströme eine bedeutsame Verantwortung. Denn bisher unbewohnbare Gebiete (beispielsweise in Nordafrika) können zu fruchtbaren Oasen werden, in denen Flüchtlinge dazu beitragen Ökodörfer aufzubauen, anstatt jahrelang in Lagern ein trost- und nutzloses Dasein zu fristen. Das Entstehen solcher Oasen, mittels einfacher grüner Technologie, ist eine Form der “Entwicklungshilfe”, die nicht nur nachhaltig sondern zukunftsweisend ist, aber auch der richtige Ansatz, um Fluchtursachen “zu bekämpfen”. Mit der Begrünung des Maghreb (die bereits begonnen hat) wird den Fluchtursachen kreativ, ökologisch und effizient begegnet. Menschen aus Afrika bräuchten die gefährliche Reise übers Meer nicht mehr antreten, wenn sie in aufblühenden Ökodörfer Nordafrikas ein neues Zuhause finden, das ihnen Trinkwasser, Energie, Wohnraum, Nahrungsmittel und das Entstehen eines regionalen Handels und Gewerbes in Aussicht stellt.
Das ist Hilfe zur Selbsthilfe und sollte als Wiedergutmachung für die Zeit des Kolonialismus gesehen werden, die maßgeblich zur Tragödie in Afrika beigetragen hat. Fluchtursachen bekämpfen bedeutet in erster Linie, dass der reiche Westen für eine Welt in Balance sorgt. Dazu gehören ein fairer Handel mit Rohstoffen, die Unverkäuflichkeit des Landes und die Selbstbestimmung aller Staaten.
Alander Baltosée
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