Die Sehnsucht nach unabhängiger Selbstbestimmung in Europa

Ein Europa selbstbestimmter Regionen und Provinzen

Danach streben in einem neuen Zeitgeist nicht nur immer mehr Menschen, sondern zunehmend auch Provinzen. Einst von einem kolonialen Politikverständnis heraus von dominanten Staaten einverleibt, wird der Ruf nach Souveränität lauter. Schottland, Flamen und Valonen, Ukraine, Katalonien, Lombardei, Venezien. Europa ist ein buntes Haus regionaler Volksgruppen. Beim Bau eines modernisierten europäischen Hauses, in dem Nationalstaalichkeiten einem europäischen Wir weichen sollen, ist es nur allzu klar, dass sich vermehrt Provinzen melden, die sich selbstbestimmt organisieren wollen, gemäß ihrer regionalen Besonderheit. Im Menschlichen ist das persönliche Selbstverständnis eines dienenden Fronarbeiters zum Individuum gewandelt, dass sich frei und unabhängig selbstbestimmen und selbstverwirklichen will. Im Kleinen wie im Großen.

Es ist immer wieder die Kunst, gerade in Hinsicht auf konfliktgeladene Auseinandersetzungen in der Politik, in einer auflodernden Krise die Zeichen der Zeit zu erkennen. Sicherlich lassen sich Autonomiebestrebungen rechtstaatlich unterdrücken, doch zeitgemäß und im Sinne eines demokratischen, europäischen Hauses ist das nicht. Gerade die fehlende Selbstbestimmung veranlasst zunehmend mehr Staaten der EU, sich von der bisherigen Form des Staatenbundes zu verabschieden. Auf lange Sicht, wenn die EU bestehen bleiben will, müssen solche Bedürfnisse angehört und berücksichtigt werden. Europa – ein föderativer Bund selbstbestimmter Regionen. Dies kann im Zusammenhang mit der Gloablisierung und Digitalisierung durchaus ein Gewinn sein, wenn sich Provinzen und Länder des europäischen Bundes selbst bestimmen und eine individuelle Infratsruktur der Selbstversorgung aufbauen. So kann sich Wohlstand in jeder einzelnen Region und gesellschaftlichen Zelle entfalten, auch in denen, die zuvor vom Reichtum anderer Regionen lebten.

Der Zeitgeist des 21. Jahrhunderts

Junge Menschen wollen Politik basisdemokratisch und pragmatisch betreiben, Mitsprache haben, Verantwortung für ihr Land und ihre Region übernehmen. Die Demokratie der Parteien muss sich wandeln, um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden. Die politischen Konzepte und Konstrukte aus dem letzten Jahrtausend sind nicht mehr imstande, dem Zeitgeist des 21. Jahrhunderts gerecht zuwerden. Die Weigerung der etablierten Parteien, diese gesellschaftliche Veränderung zuzulassen, schafft immer mehr Krisenherde. Das Gegensteuern, das konservative Bewahren wollen, das Festhalten an Altem führt zu Kriegen und Massenflucht.

Es ist an der Zeit, die Zeichen der Zeit zu erkennen. Die Zeit braucht und will neue politische und handelswirtschaftliche Spielregeln. Sie müssen auf Fairness, Gleichberechtigung und Selbstbestimmung fußen. Der dienende und untertänige Bürger verlangt nach Individualisierung, nach Selbstverwirklichung, nach der Freiheit seiner selbstbestimmten Lebensart. Dienende und untertänige Staaten und Provinzen wollen wieder zu ihrer regionaltypischen Mentalität und Tradition zurückkehren, auf Altes zurückgreifen, was sich im Zusammenleben und dem Wohlstand der regionalen Gesellschaft als sinnreich und zielführend erwiesen hat. Etwas, das von Generation zu Generation natürlich gewachsen ist. Dieses kollektive Feld weiß regionale Herausforderungen am kompetentesten zu lösen. Für das europäische Haus kann ein solcher politischer Umbau ein wahrer Glücksfall werden. Eine gesunde, europäische Lebensgemeinschaft, die von ihrer regionalen Vielfalt lebt. Gerade das ist ihr Reichtum. Erstarken diese individuellen Eigenschaften und übernehmen diese Zellen des europäischen Organismus die Verantwortung für ihre Grundversorgung mit Nahrung, Energie, Trinkwasser und Rohstoffen werden vor allem die ländlichen Gebiete Europas wiederbelebt werden. Der Trend zur Stadt kehrt sich um. Er muss sich umkehren, um eine moderne, ökologische Infrastruktur zu entwickeln.

 

 

 

 

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